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Louise M. Wagner (1875-1950)

In seiner Winterausstellung zeigt das Ostholstein-Museum Arbeiten der in der Region bekannten Eutiner Malerin Louise M. Wagner (1875-1950), der bereits in der Vergangenheit zwei vielbeachtete Ausstellungen hier vor Ort gewidmet wurden.

19.11.2021 bis 30.01.2022
Ostholstein-Museum Eutin
Dr. Julia Hümme
Leitung: Dr. Julia Hümme
Schlossplatz 1
23701 Eutin
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Telefon: 04521-788520
info@oh-museum.de
www.oh-museum.de
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Eutin
Ostholstein
6.00 €
Familienkarte 12 €
Ostholstein-Museum Eutin
Telefon: 04521 788 520
info@oh-museum.de

Louise M. Wagner (1875-1950) – Eine Eutiner Malerin ihrer Zeit 

19.11.2021-30.1.2022, Ostholstein-Museum

In seiner Winterausstellung widmet sich das Ostholstein-Museum der vor allem in der Region bekannten Eutiner Malerin Louise M. Wagner (1875-1950), deren künstlerisches Schaffen von einer großen Reisetätigkeit und Heimatliebe, von Schaffenskraft und einem vielseitigen künstlerischen Ausdruck, aber auch von Selbstzweifeln und Krankheit geprägt war. Bereits in der Vergangenheit wurden der Künstlerin zwei vielbeachtete Ausstellungen hier vor Ort gewidmet.

In Elmshorn geboren und in Eutin aufgewachsen ging Louise M. Wagner trotz anfänglicher Widerstände der Familie 1900 nach Berlin, um dort in dem Privatatelier von Wilhelm Feldmann ersten Zeichen- und Malunterricht zu nehmen. Es folgten Studien an der Münchner Privatschule für Graphische Künste bei Johann Brockhoff und Moritz Heymann und Unterricht bei Heinrich Linde-Walther in Travemünde sowie ein Semester an der staatlichen Kunstakademie in Weimar 1918. Louise Wagner unternahm in dieser Zeit zahlreiche Studienreisen im In- und Ausland, die sie zu einem umfangreichen malerischen Oeuvre inspirierten. Trotz dieser regen Studien- und Reisetätigkeit war die Malerin vornehmlich in Eutin ansässig.

Ostholstein-Museum würdigt in Eutin ansässige Malerin retrospektiv

Während sich Louise M. Wagner in ihrem grafischen Werk vor allem der Natur und den Stadtansichten ihrer norddeutschen Heimat und der bereisten Landstriche widmete, dominieren in der Malerei vor allem Porträtdarstellungen, wie die zahlreichen Bildnisse von Kindern, jungen Frauen, Männern und Greisen, aber auch die Aktdarstellungen beweisen. Von beeindruckender Farbigkeit sind darüber hinaus vor allem ihre auf Reisen und unterwegs angefertigten Kreidezeichnungen und Aquarelle.

Von 1908 bis 1912 beteiligte sich Louise M. Wagner mit ihren Arbeiten an den jährlichen Ausstellungen im Münchner Glaspalast und nahm u.a. an Ausstellungen in Oldenburg, Fischbek und in der Kieler Kunsthalle teil. Zu jener Zeit traten jedoch mit den Jahren zunehmende depressive Phasen auf, die schließlich ab 1935 nach Ausbruch einer schweren endogenen Depression in einem dauerhaften Sanatoriums-Aufenthalt mündeten und zum Ende ihrer umfangreichen künstlerischen Tätigkeit führten.

Die retrospektive Ausstellung in Eutin zeigt neben einzelnen Ölbildern der Künstlerin aus den älteren Beständen des Ostholstein-Museums vornehmlich Grafiken und Zeichnungen, die 2019/20 dem Ostholstein-Museum als Schenkung aus dem Nachlass der Malerin überlassen wurden. Zusätzlich werden schriftliche Zeugnisse wie Gedichte Louise M. Wagners, die sich heutzutage im Besitz der Eutiner Landesbibliothek befinden, in der Ausstellung präsentiert und zu den Bildern in Beziehung gesetzt.