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"Schnarch! Reines Hochdeutsch ist das nicht."

Sprache und Alltag in Donald-Duck-Geschichten der Fünfziger Jahre. Vortrag von Dr. Susanne Luber, Eutin

20.09.2018
19:30 Uhr bis 21:00 Uhr Termin exportieren
Ostholstein-Museum Eutin
Dr. Julia Hümme
Leitung: Dr. Julia Hümme
Schlossplatz 1
23701 Eutin
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Telefon: 04521-788520
Fax: 04521-78896520
info@oh-museum.de
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Eutin
Ostholstein
8.00 €
Tel.: 04521 788520

"Schnarch! Reines Hochdeutsch ist das nicht."

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf diesem Wege möchte ich Sie im Rahmen unserer aktuellen Sonderausstellung „Besuch aus Entenhausen“ auf folgende Vortragsveranstaltung in unserem Hause aufmerksam machen:


„Schnarch! Reines Hochdeutsch ist das nicht.“
Sprache und Alltag in Donald-Duck-Geschichten der Fünfziger Jahre

Ein Vortrag von Dr. Susanne Luber, Eutin,

am Donnerstag, den 20. September 2018,
um 19.30 Uhr

im Erdgeschoss des Ostholstein-Museums.


Zum Vortrag:
Im Sommer 1951 erschien in der Bundesrepublik Deutschland das erste Heft der Jugendzeitschrift „Micky Maus“ mit Comics aus dem Disney-Konzern. Zehn Jahre später gab es hier kaum ein Kind, das Micky Maus und Donald Duck nicht kannte – trotz der damals verbreiteten Vorurteile gegen Comics als minderwertige Schund- und Schmutzliteratur. Zur Akzeptanz dieser Bildergeschichten hat in großem Maß eine Frau beigetragen, die im Impressum der „Micky Maus“ kleingedruckt als „Chefredakteurin“ aufgeführt war – Dr. Erika Fuchs. Mit ihrer sprachlichen Virtuosität, ihren Wortspielen und Lautmalereien hat sie zum Lesevermögen unzähliger Kinder und Jugendlicher mehr beigetragen als der schulische Deutschunterricht. Legendär sind ihre Inflektivformen („schnarch“, „stöhn“, „kicher“), ihr Spiel mit unterschiedlichen Sprachebenen und ihre unaufdringlichen Anspielungen auf klassische Bildungsinhalte. „Man kann gar nicht gebildet genug sein, um Comics zu übersetzen“, hat sie später gesagt. Gleichzeitig stand Erika Fuchs als Übersetzerin vor dem Problem, die US-amerikanische Alltagswelt der Disney-Geschichten in die Erfahrungswelt deutscher Kinder der Fünfziger Jahre zu übertragen. Die kulturellen Unterschiede waren gerade am Anfang der Wirtschaftswunderjahre enorm, als die kulturelle Amerikanisierung Westdeutschlands gerade begann. Wie Erika Fuchs aus dem amerikanischen Duckburg ein deutsches (und manchmal nur allzu deutsches) Entenhausen schuf, ist Thema des Vortrags am 20. September.

Zur Person:
Dr. Susanne Luber ist Zeitzeugin (geboren drei Monate vor Erscheinen des ersten deutschen „Micky Maus“-Hefts) und seit 1989 aktives Mitglied der „Deutschen Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus“ (D.O.N.A.L.D.).


Der Eintritt kostet 8,00 Euro. Einlass ist ab 19.00 Uhr.
Über Ihr Kommen am 20. September 2018 würde ich mich sehr freuen!


Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Dr. Julia Hümme
- Museumsleitung -