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Die Kunst der Straße - Plakate um 1900

Rückblick

16.05.2010 bis 22.08.2010
Dr. Julia Hümme
Leitung: Dr. Julia Hümme
Schlossplatz 1
23701 Eutin
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Telefon: 04521-788520
Fax: 04521-78896520
info@oh-museum.de
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Eutin

Die Kunst der Straße - Plakate um 1900

16.5.-22.8.2010, Eröffnung: 16.5.2010, 11.30 Uhr
Vom 16. Mai bis zum 22. August 2010 zeigt das Ostholstein-Museum über 150 Kunstplakate aus der Sammlung des Museumsberg Flensburg.

Die Plakatsammlung wurde bereits um 1900 von dem Begründer des Flensburger Museums, Heinrich Sauermann, zusammengetragen und von seinem Sohn Ernst Sauermann weiter vervollständigt. Nach dem zweiten Weltkrieg aber galt ein Großteil der Sammlung als verschollen. Erst nach und nach tauchten die verloren geglaubten Plakate auf dem Museumsberg wieder auf. Ein glücklicher Umstand: Denn über fünfzig Prozent der Plakate sind heutzutage in keiner anderen großen deutschen öffentlichen Sammlung mehr zu finden.

 

 

 

 

 

Bei dem Flensburger Plakatbestand handelt es sich um eine exklusive Sammlung mit internationalem Anspruch: So finden sich nicht nur Exponate von deutschen Künstlern wie Hans Christiansen, Fritz Bleyl und Wilhelm Schulz in der Ausstellung, sondern auch Plakate von dem Engländer Dudley Hardey und den Franzosen Jules Chéret und Alfons Maria Mucha. Das von Henri de Toulouse-Lautrec gestaltete Plakat mit einem Motiv aus der Pariser Halbwelt stellt einen Höhepunkt der Ausstellung im Ostholstein-Museum dar.

In der Eutiner Ausstellung erlebt der Betrachter zum einen die Vielfalt der Plakatgestaltung und die Exklusivität der präsentierten Arbeiten, zum anderen wird dem Besucher mittels einer unkonventionellen Hängung auch die damalige Funktion von Plakaten als Werbemittel verdeutlicht: Mit etlichen Plakaten an Hauswänden und Litfasssäulen wurde in Zeiten des technischen Fortschritts für Fahrräder, Klaviere, Schokolade und andere

Konsumgüter auf der einen Seite, für Kulturveranstaltungen und Kunstausstellungen auf der anderen Seite geworben. Vom Beginn der Industrialisierung an bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges galt das künstlerisch gestaltete Plakat als die „Vermittlungsinstanz“ zwischen Warenproduzent und Konsument.
Anlässlich der Ausstellung wird es ein Rahmenprogramm geben, bei dem neben Abendlesungen und Vorträgen auch einmal im Monat für Kinder eine Führung durch die Ausstellung mit einem Besuch der Druckerei Bogs veranstaltet wird.

 

 

Termine für Kinderführungen (Anmeldung erforderlich, max. 20 Kinder): 26.5., 16.6. und 7.7.2010, jeweils um 15.00 Uhr
Termine für öffentliche Führungen: 13.6., 11.7. und 1.8.2010, jeweils 11.30 Uhr