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Der Maler und Grafiker Klaus Wrage (1891-1984)

Rückblick

05.09.2014 bis 23.10.2014
Dr. Julia Hümme
Leitung: Dr. Julia Hümme
Schlossplatz 1
23701 Eutin
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Telefon: 04521-788520
Fax: 04521-78896520
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Eutin

5.9.-23.10.2014, Ostholstein-Museum (DG)
Eröffnung: Do., 4.9.2014, 19.00 Uhr

In der Zeit vom 5. September bis 23. Oktober 2014 zeigt das Ostholstein-Museum in Eutin aus seinem Bestand eine Auswahl von Werken des Malers und Grafikers Klaus Wrage, der zu Lebzeiten in seinem künstlerischen Schaffen weit über die regionalen Grenzen hinaus international anerkannt war.

Klaus Wrage, geb. 1891, stammte aus einer bekannten Malerfamilie. Sein Vater Hinrich Wrage (1848-1912) gehört noch heute zu den bedeutendsten schleswig-holsteinischen Landschaftsmalern in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und unterhielt drei Jahrzehnte lang eine Malschule in Gremsmühlen. Auch Klaus Wrages Mutter und seine Schwestern waren künstlerisch tätig.

Nach seinem Studium in München, seinem Militärdienst im Ersten Weltkrieg und der Kriegsgefangenschaft kehrte Klaus Wrage 1920 nach Ostholstein zurück und widmete sich in den Folgejahren einem reichen künstlerischen Schaffen. Aus dieser Zeit stammen neben Aquarellen und einigen Ölbildern vor allem Holzschnitte, in denen er sich in sogenannten Blockbüchern unter anderem mit Dantes „Göttlicher Komödie“ und später mit der „Edda“ auseinandersetzte. Gerade in den Holzschnitten fand Klaus Wrage eine ganz eigene Formsprache, in der er häufig Bild- und Textelemente miteinander verknüpfte. Vielen Zeitgenossen und Kollegen galt er als Erneuerer des deutschen Holzschnitts.

Seinen künstlerischen Höhepunkt hatte Klaus Wrage vor allem in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Aber auch die Jahrzehnte danach, in denen er in Eutin-Fissau lebte und arbeitete, waren geprägt von einem reichen malerischen und grafischen Schaffen. Heutzutage jedoch ist er weitgehend in Vergessenheit geraten.
Anlässlich seines 30. Todestages widmet das Ostholstein-Museum ihm aus seinem reichen Bestand an Werken des Eutiner Künstlers nun eine Ausstellung, die mit Ölbildern, Aquarellen, Holzschnitten, Radierungen und Zeichnungen an den Maler und Grafiker und sein umfangreiches Werk erinnern soll.