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Claudia Bormann - Mimikry, Malerei und Installation

Rückblick

06.09.2009 bis 22.11.2009
Dr. Julia Hümme
Leitung: Dr. Julia Hümme
Schlossplatz 1
23701 Eutin
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Telefon: 04521-788520
Fax: 04521-78896520
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Eutin

Claudia Bormann - Mimikry

6.9. bis 22.11.2009

 

Claudia Bormann, gebütig aus Wertheim, lebt und arbeitet seit über 15 Jahren in Ratzeburg und gehört zu den führenden norddeutschen Künstlerinnen.
Nach ihrem Studium an der Kunstakademie und Universität in Stuttgart (Malerei, Bühnenbild, Kunst- und Literaturgeschichte) wandte sie sich zuerst Licht- und Spiegelinstallationen sowie kinetischen Objekten zu, bevor sie sich schließlich ganz der Malerei widmete.

Claudia Bormanns Bilder zeigen Ausschnitte aus der Natur. Vorzugsweise sind es Wasserlandschaften, die die Malerin als Motiv künstlerisch umsetzt. Ihre Landschaften entspringen einer realen Erlebniswelt, tragen eindeutige Titel wie "Wakenitz", "Kornblumen" oder "Tauber". Doch in der Umsetzung verfremdet Claudia Bormann das Gesehene und reduziert die Formen und Farben, so dass ihre Naturausschnitte Allgemeingültigkeit bekommen und dem Betrachter die Möglichkeit geben, sich ganz mit dem Dargestellten zu identifizieren und die eigenen Naturerfahrungen in die Betrachtung einfließen zu lassen.

Claudia Bormann hatte sich in ihren Bildern lange Zeit ausschließlich mit der Natur auseinandergesetzt; nun erhalten in ihrem installativen Bilderzyklus "Mimikry" Menschen Einzug. Es geht ihr in diesen jüngsten Arbeiten um den Menschen in der Natur und in der von der Malerin gestalteten Landschaft. Dazu hat die Künstlerin eine weibliche Figur mittels Bodypainting gleichsam in die gemalte Landschaft integriert. Die in diesem Projekt entstandenen Fotografien von Herr Mathu sind neben den großformatigen Wasserlandschaften der vergangenen Jahre ein Teil der Ausstellung in Eutin, in der an die 40 Werke der Künstlerin präsentiert werden.

Anlässlich der Ausstellung im Ostholstein-Museum entstanden aber auch neue Landschaftsbilder, die inspiriert sind durch Eutins Geschichte und seine landschaftlichen Reize. So waren es nicht nur literarische Texte wie "Luise" von J.H. Voss und Gemälde der Zeit um 1800, die Claudia Bormann zu diesen neuen Arbeiten anregten, sondern auch der Eutiner See und seine Umgebung.