Seiteninhalt

Cesar Klein (1876-1954) - Leben und Kunst

Rückblick

09.03.2014 bis 04.05.2014
Dr. Julia Hümme
Leitung: Dr. Julia Hümme
Schlossplatz 1
23701 Eutin
Karte anzeigen

Telefon: 04521-788520
Fax: 04521-78896520
info@oh-museum.de
Nachricht schreiben
Adresse exportieren
Eutin

Cesar Klein (1876-1954) - Leben und Kunst

9.3.-4.5.2014, Ostholstein-Museum (EG)

Eröffnung: So., 9.3.2014, 11.30 Uhr

In der Zeit vom 9. März bis 4. Mai 2014 zeigt das Ostholstein-Museum in Eutin anlässlich des 60. Todestages des Künstlers eine umfassende Retrospektive zu Leben und Werk des Malers, Grafikers und Bühnenbildners Cesar Klein. Die Ausstellung mit Ölbildern, Gouachen, Holzschnitten und kunstgewerbliche Arbeiten wird durch Fotografien, schriftliche Dokumente und Buchillustrationen abgerundet. Die rund 80 Arbeiten stammen aus musealem und privatem Besitz und sind in Teilen noch nie öffentlich gezeigt worden.

 


Cesar Klein wurde 1876 in Hamburg geboren und ließ sich nach seinem Studium in Hamburg, Düsseldorf, Berlin und Leipzig 1903 in der Reichshauptstadt nieder, wo er als freier und angewandter Künstler ein eigenes Atelier führte und Bühnendekorationen und Filmszenografien entwarf. War Cesar Klein zunächst vom Impressionismus beeinflusst, so wandte er sich sowohl in seinem malerischen Werk als auch in seiner kunstgewerblichen Arbeit bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts dem Expressionismus zu. So war er 1910 Mitbegründer der Neuen Secession in Berlin und 1918 der Novembergruppe. 1919 bis 1937 hatte er einen Lehrauftrag am Kunstgewerbemuseum Berlin inne. Es ist die Zeit seines großen künstlerischen Erfolgs, als er auch Kontakte zu so bekannten Künstlerkollegen wie Emil Nolde oder Walter Gropius pflegte.

Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten jedoch enthob man ihn seines Postens an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums und erteilte ihm darüber hinaus Malverbot; seine Werke waren ab 1937 Teil der nationalsozialistischen Ausstellung „Entartete Kunst“.

Bereits zuvor hatte Cesar Klein die Metropole Berlin verlassen und war ins ostholsteinische Pansdorf übergesiedelt, wo er bis zu seinem Tode 1954 lebte. Hier schuf er ein umfassendes Alterswerk, das in seiner Malerei geprägt ist von einer abstrahierenden und zum Teil ungegenständlichen Sichtweise.

Die Cesar Klein-Gemeinschaftsschule der Gemeinde Ratekau in Ostholstein wurde 2001 nach dem Künstler benannt.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.