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...von Schaffensfreude beseelt - Der Maler Hinrich Wrage (1843-1912)

Rückblick

20.05.2012 bis 19.08.2012
Dr. Julia Hümme
Leitung: Dr. Julia Hümme
Schlossplatz 1
23701 Eutin
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Telefon: 04521-788520
Fax: 04521-78896520
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Eutin

20.5.-19.8.2012, Ostholstein-Museum (EG)
Eröffnung: 20.5.2012, 11.30 Uhr

In der Zeit vom 20. Mai bis 19. August 2012 zeigt das Ostholstein-Museum in Eutin eine facettenreiche Ausstellung zum Leben und Schaffen des Landschaftsmalers Hinrich Wrage, der vor hundert Jahren am 4. Juli 1912 im benachbarten Gremsmühlen verstarb und seine letzte Ruhestätte in Eutin fand.

Hinrich Wrage wurde 1843 in Hitzhusen bei Bramstedt geboren und gehört heutzutage mit seinem bekannten Kollegen Hans-Peter Feddersen zu den bedeutendsten Landschaftsmalern Schleswig-Holsteins in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Gemeinsam entdeckten sie bereits 1872 auf einer Studienreise nach Sylt den landschaftlichen Reiz der Insel und führten ihre als karg und unwirtlich geltende Landschaft in die deutsche Malerei ein. Weitere Reisen führten Hinrich Wrage – trotz einer Verkrüppelung der Beine als Folge einer schweren Krankheit in Kindertagen – nach Italien und ins Hochgebirge. Diese Landschaftserlebnisse hatten ebenfalls großen Einfluss auf sein Schaffen und prägten sein künstlerisches Werk nachhaltig.
1879 zog der Maler in das spätere Kurbad Gremsmühlen in der holsteinischen Schweiz, wo er eine Malschule gründete und sich in seinen Gemälden fortan vornehmlich der heimischen Seen- und Buchenlandschaft widmete.

Die Ausstellung in Eutin zeigt rund 90 Landschaftsbilder Hinrich Wrages aus privatem und öffentlichem Besitz, deren Auswahl durch Arbeiten seiner Frau und ehemaligen Malschülerin Wilhelmine und seines Sohnes Klaus ergänzt wird. Hinzu kommen einige seltene Porträtbilder des Malers, ein frühes Zeichenheft von 1858 und alte Fotografien aus Familienbesitz.
Die Ausstellung verdeutlicht Hinrich Wrages Liebe zur Landschaft, die nur selten durch Figurenstaffage belebt wurde. In seinen großformatigen Bildern war der Maler, der stark von der Düsseldorfer Akademie und seinem Lehrer Oswald Achenbach beeinflusst war, dem Realismus verhaftet. Seine kleinformatigen Bilder dagegen zeigen seine künstlerische Entwicklung hin zu einer frühen Stufe der Freiluftmalerei gegen Ende des 19. Jahrhunderts.