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"Gregor von Bochmann (1850-1930). Der Maler als Zeichner"

Rückblick

23.05.2014 bis 17.08.2014
Dr. Julia Hümme
Leitung: Dr. Julia Hümme
Schlossplatz 1
23701 Eutin
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Telefon: 04521 788-520
Fax: 04521 78896-520
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Eutin

23.5.-17.8.2014, Ostholstein-Museum (DG)
Eröffnung: Do., 22.5.2014, 19.00 Uhr

 

In der Zeit vom 23. Mai bis 17. August 2014 zeigt das Ostholstein-Museum im Dachgeschoss die Ausstellung „Gregor von Bochmann (1850-1930). Der Maler als Zeichner“ mit rund 90 Bleistift- und Federzeichnungen, Aquarellen und Scherenschnitten sowie Fotografien und Skizzenbüchern des Düsseldorfer Künstlers.

Die Ausstellung ist gewissermaßen eine Fortführung der zugleich im Erdgeschoss des Museums stattfindenden Sonderausstellung „Lebensbilder“ – Genremalerei der Düsseldorfer Malerschule, in der Gregor von Bochmann mit einer Strandszene vertreten ist.
Die Ausstellung im Dachgeschoss widmet sich in einem repräsentativen Querschnitt dem reichen Schaffen eines überaus begabten Zeichners und Beobachters, der sich in seiner künstlerischen Arbeit vor allem der Landschaft, aber auch dem Menschen in seinem Alltag gewidmet hat. Die Ausstellung zeigt anhand der Arbeiten Gregor von Bochmanns exemplarisch, wie anders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit der Darstellung des Motivs in der Zeichnung umgegangen wurde: Waren die für Ausstellungen und Verkäufe gedachten Ölbilder jener Zeit durchgearbeitet, wohlkomponiert und in vielen Fällen noch konservativ geprägt, so verdeutlichen die Zeichnungen in Bleistift, Aquarell, Tusche und Feder, die zum Teil als Skizzen, zum Teil aber auch als eigenständige Arbeiten entstanden, die künstlerische Auffassungsgabe und die spontane Wiedergabe des Motivs in wenigen Arbeitsschritten.


1850 im heutigen Tallinn geboren und als Kind eines deutschen Beamten in Estland aufgewachsen, begann Gregor von Bochmann seine Künstlerlaufbahn 1871 in Düsseldorf, nachdem er an der dortigen Kunstakademie u.a. bei Oswald Achenbach und Albert Flamm studiert hatte. Seine Malerei ist geprägt durch eine wirklichkeitsgetreue, naturalistische Sichtweise, die jedoch gerade in der Zeichnung auch Leichtigkeit und künstlerisches Können verrät. Als anerkannter und von seinen Kollegen geschätzter Maler wurde er eine feste Größe im Düsseldorfer Kunstbetrieb und nahm überregional auch kunstpolitisch maßgeblichen Einfluss, als er beispielsweise 1892 – zeitgleich zur Münchner Sezession – die ebenfalls sezessionstisch geprägte „Freie Vereinigung Düsseldorfer Künstler“ gründete und 1903 gemeinsam mit Künstlerkollegen wie Max Liebermann Gründungsmitglied des Deutschen Künstlerbundes wurde.

Weitere Informationen zum Künstler und seinem Werk finden sich auch unter http://www.site.uottawa.ca/~bochmann/Maler/.